Kfz-Versicherungen: Die 7 größten Irrtümer

Wer sowohl ein gutes Händchen als auch ein gewisses Talent beim richtigen Vergleichen hat, der kann beim Abschluss einer Kfz-Versicherung eine Menge Geld sparen. Doch auch an diesem Punkt weilen viele Gefahren, die man nicht unterschätzen sollte. Besonders häufig treten sie bei Unwissenheit oder fehlerhaften Einschätzungen auf. So kann aus der Idee, Geld zu sparen, schnell ein teures Unterfangen werden. Hier sollten Versicherungsnehmer also sehr vorsichtig sein, um nicht am Ende das genaue Gegenteil zu bewirken, von dem was eigentlich geplant war. Aus diesem Grund sollte man folgende Punkte immer berücksichtigen:

1. „Günstig“ ist immer das Beste

Diese Behauptung sollte man als Kunde keinesfalls unterschreiben, denn hier handelt es sich um eine klare Fehlaussage. Natürlich ist ein günstiger Preis immer interessant, aber generell nur dann, wenn dieser trotzdem die gleichen Leistungen wie die teureren Angebote beinhaltet. Darüber hinaus muss man an dieser Stelle als Kunde auch immer abschätzen können, welche Versicherungsinhalte im Vertrag stehen sollten. Denn sind diese bei einem günstigen Vertrag nicht enthalten, so macht der Abschluss schon gar keinen Sinn mehr. Im Endeffekt würde man dann als Kunde einen Vertrag unterschreiben der zwar günstig, aber völlig wert- und sinnlos ist.

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2. Berechnung erfolgt anhand des Fahrzeuges und des Schadensfreiheitsrabatts

Diese Aussage stimmt nur zum Teil. Natürlich wird die Versicherung auch an diesen beiden Punkten bemessen. Dennoch sind dies nicht die einzigen Faktoren, die beim preislichen Rahmen eine Rolle spielen. Hier kommen beispielsweise auch die jährlichen Kilometer zum Tragen, die der Versicherungsnehmer mit dem Auto zurücklegt. Ebenso spielt das Alter der Fahrerinnen und Fahrer eine wesentliche Rolle. Auch auf die Region kommt es bei der Berechnung an. Es macht also durchaus einen Unterschied, ob ein Fahrzeug beispielsweise in Hessen oder in Thüringen angemeldet ist. Dieser Punkt ist ebenfalls ein wesentlicher Aspekt, den viele Menschen entweder gar nicht kennen oder sehr unterschätzen, was die Auswirkungen auf den letztendlichen Preis angeht.

3. Die Kosten sind unabhängig von der Zahlungsweise

Gemeint sind mit der Zahlungsweise in diesem Fall natürlich die zeitlichen Rahmenbedingungen: Monatlich, vierteljährlich und jährlich. Auch hier gehen viele Menschen davon aus, dass es keine Rolle spielt, wann ein Beitrag gezahlt wird. Das ist jedoch ein Trugschluss und sogar genau das Gegenteil ist hier der Fall. Die Höhe der Kosten ist direkt an die zeitlichen Rahmenbedingungen gekoppelt. Daraus ergibt sich, dass Versicherungsnehmer, die jährlich Zahlen, die besten Konditionen haben. Somit ergibt sich für die monatlich zahlenden Kunden das schlechteste Angebot. Hierbei muss man allerdings berücksichtigen, dass nicht alle Versicherungen eine jährliche Zahlung anbieten. Sollte dies der Fall sein, kann ein Versicherungswechsel durchaus von Vorteil sein, da die Kostenersparnis bei einer jährlichen Zahlung erheblich ist. Sollte man als Kunde immer noch monatlich zahlen, obwohl die Versicherung eine jährliche Zahlung anbietet, so macht es Sinn auf diese Rahmenbedingung umzustellen. So können Kosten, die keinen Nutzen für den Versicherungsnehmer haben, eingespart werden, ohne dass man hierbei auf Leistungen der Versicherung verzichten muss. Es ist also, wenn man es genau betrachtet, die einfachste Möglichkeit um Geld zu sparen.

4. Kein Sonderkündigungsrecht bei sinkenden Beiträgen

In der Regel heißt es, wenn die Beiträge niedriger sind als im Vorjahr besteht kein Sonderkündigungsrecht. Dies kann man aber so nicht direkt sagen, da sich das Sonderkündigungsrecht nicht auf die zuzahlende Summe bezieht, sondern auf die Grundkosten. Folgender Fall könnte demnach eintreten: Ein Versicherungsnehmer rutscht von einer SF-Klasse in die nächst bessere. Die Versicherung erhöht den allgemeinen Grundbetrag für den Kunden. Dennoch bezahlt dieser aufgrund der besseren SF-Klasse nun genauso so viel wie im Vorjahr – hätte sich die SF-Klasse nicht geändert, würde er aber mehr bezahlen

Laut der Meinung vieler würde dies jetzt bedeuten, dass dieser kein Sonderkündigungsrecht hat. Das ist jedoch falsch. Denn der Beitrag, also der Grundwert, hat sich schließlich erhöht. Nur aufgrund des höheren Rabatts durch die bessere SF-Klasse ist der Gesamtbetrag gesunken. Da sich das Sonderkündigungsrecht nur auf den Grundwert bezieht, würde hier also dennoch die Möglichkeit einer Kündigung bestehen. Diese kann teilweise auch bis zum 30. November durchgeführt werden.

5. Eine Garage senkt die Kosten für eine Versicherung

Die Garage gilt als typisches Beispiel, um einfach und schnell die Kosten für eine Versicherung zu senken. Doch ist das wirklich so? Teilweise fallen solche Tatsachen nur noch bedingt ins Gewicht und haben damit keine große Auswirkung auf die Gesamtkosten. Wer eine Garage besitzt sollte diesen Punkt natürlich in jedem Fall nutzen. Wer jedoch plant eine Garage, aufgrund der Begünstigung bei einer Versicherung, anzumieten, der sollte im Vorfeld genau die Kosten kalkulieren. Sehr häufig übersteigen die Kosten der Anmietung um ein Vielfaches die Ersparnis bei der Versicherung. Somit wäre dies wirtschaftlich nicht sinnvoll und kann daher auch nicht empfohlen werden.

6. Zusätzliche Fahrer müssen bei der Versicherung nicht angemeldet werden

Prinzipiell stimmt diese Aussage schon, jedoch ist diese mit Vorsicht zu genießen. Verleiht man beispielsweise sein Fahrzeug und der Fahrer verursacht einen Unfall, so wird die Versicherung dafür natürlich eintreten. Dennoch kann es hier durchaus passieren, dass die Versicherung rückwirkend die Zahlungen für einen weiteren Fahrer verlangt. Man ist zwar nicht verpflichtet einen weiteren Fahrer oder eine weitere Fahrerin anzumelden, jedoch muss man im Schadensfall, insofern dieser von einem anderen Fahrer als man selbst verursacht wurde, davon ausgehen das hier Folgekosten entstehen können.

7. Günstige Anbieter können für jeden ein günstiges Angebot erstellen

Es ist, wie bei vielen anderen Situationen auch, bei einer Versicherung typisch. Man hat einen günstigen Anbieter gefunden und empfiehlt diesen natürlich auch gerne der Verwandtschaft oder den Freunden. Schließlich sollen diese auch einen Vorteil von solchen Anbietern haben. Doch nur, weil man selbst ein gutes Angebot bekommen hat, heißt dies nicht gleichzeitig, dass auch andere Person ein ähnliches Angebot bekommen können. Wie schon in Punkt 2 beschrieben kommt es hier auf zahlreiche Faktoren an, wie sich ein Angebot aufbaut. Ein einfaches Beispiel wäre hier ein Fahranfänger. Ist man selbst bereits einige Jahre auf den Straßen unterwegs gewesen und bekommt dadurch ein gutes Angebot, kann dies für den Fahranfänger natürlich nicht gelten. Dieser würde in dem Fall gar nicht die gleichen Voraussetzungen mitbringen, wie man selbst. Ein gleiches Angebot zu erwarten ist also demnach unrealistisch. Selbstverständlich kann man bei einem günstigen Anbieter eine Anfrage stellen. Man wird jedoch immer ein personenbezogenes Angebot bekommen.

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